Aufbau einer Biogasanlage



Pro Biogaskraftwerk (500 Kw el.) besteht im Wesentlichen aus folgenden Anlagenkomponenten:

- 1 Durchflussfermenter a 100 m3 als Vorgrube
- 1 Rundfermenter a 2.000 m3 als Hauptfermenter
- 1 Rundfermenter a 2.000 m3 als Nachfermenter
- 1 Rundfermenter a 2.000 m3 als Endlager
- Zwei Blockheizkraftwerke (BHKWs) mit einer installierten elektrischen Leistung von 500 Kw (el.)

In der Biogasanlage sollen nachwachsender Rohstoffen wie Getreide, Maissilage und Gülle verarbeitet werden.

Biogasanlagen bestehen üblicherweise aus Annahmebereich, Fermenter und einem Substratlager für den Gärrest. Die Kraftwerkszentrale bildet ein Technikcontainer mit integriertem Blockheizkraftwerk (BHKW).

Der Annahmebereich dient der Zwischenlagerung (Vorfermenter) von Stoffen und der Homogenisierung der Gärsubstrate. Schwankungen beim Substratanfall können so einfach ausgeglichen werden.

Der Fermenter ist das Kernstück einer Biogasanlage, in welchem unter Luftabschluss der Gärprozess abläuft. Der Gärraum wird täglich mit Gärsubstrat gefüttert. Um die natürliche Gasentwicklung zu steigern, ist eine kontrollierte und gezielte Fütterung wichtig, damit alle vier Phasen der Gasbildung in einem idealen Gleichgewicht liegen. Nach einer Gärzeit von 40-60 Tagen ist der größte Teil des organischen Substrates in energiereiches Gas umgewandelt worden.

Das Biogas wird als Treibstoff in Blockheizkraftwerken, d.h. Verbrennungsmotoren mit angeschlossenem Generator, verstromt und in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Durch Kraft-Wärme-Kopplung zusätzlich gewonnene Wärme dient der Beheizung des Fermenters und kann über Nahwärmenetze weiteren Verbrauchern zum Kauf angeboten werden.

Der ausgegaste und nahezu geruchslose Gärrest sammelt sich kontinuierlich im Substratlager und wird dort bis zur Ausbringung auf landwirtschaftlichen Flächen gelagert.