Biogas - eine natürliche Energiequelle



Biogas entsteht durch die Vergärung tierischer und pflanzlicher Stoffe. Das Prinzip ähnelt demjenigen von Kuhmägen. Eine flüssige Mischung energetischer Rohstoffe gärt in so genannten Fermentern unter Luftausschluss. Auf 38 bis 42 Grad erwärmt und kräftig durchmischt, wandeln Millionen hilfreicher Bakterien die organische Substanz in hochwertiges Biogas um.

Die Energie liegt in den Rohstoffen bereits gespeichert und abrufbereit vor. Im Unterschied zu anderen Formen der regenerativen Energieerzeugung erfolgt die Gas- und Stromproduktion daher kontinuierlich und unabhängig von Wettereinflüssen.

Die Eingangsstoffe werden von Bakterien in Zucker, organische Säuren und Alkohole
umgesetzt, essigsäurebildende Bakterien produzieren hieraus Essigsäure und Wasserstoff. Schließlich entsteht durch methanbildende Bakterien das Biogas.

Dieses Biogas besteht aus dem energiereichen Methan ((H4) 50-65% und Kohlendioxid (CO2) 35-50%, sowie geringen Anteilen Schwefelwasserstoff (<1%) und Spurengasen. Damit entsteht ein CO2-neutraler Kreislauf: das im Biogas enthaltene Kohlendioxid wurde von den vergorenen zuvor aus der Luft gebunden.